Tag 1 – Sonntag: Hochgründeck
Am Sonntag, den 6. Oktober, startete mein Wanderabenteuer früh morgens in Berlin. Um 6:10 Uhr verließ ich die Hauptstadt mit dem ICE, während die Stadt noch in der Ruhe des Morgens lag. Nach einer entspannten Fahrt erreichte ich um 10:00 Uhr München, wo ich in den Regionalexpress Richtung Graz umstieg. Die Fahrt führte durch malerische Landschaften, und nach gut zweieinhalb Stunden kam ich um 13:00 Uhr in Bischofshofen an, wo ich mich mit Franzi und Matthias traf. Frisch angekommen und voller Tatendrang, machten wir uns gemeinsam auf den Weg.
Um 14:00 Uhr starteten wir unsere Wanderung hinauf zum Hochgründeck, dessen Gipfel stolze 1827 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Der Weg führte uns durch herbstlich leuchtende Wälder, die Blätter in kräftigem Gold und Rot, begleitet von der klaren Bergluft, die uns belebt und erfrischt fühlte. Gemeinsam meisterten wir den Aufstieg, immer wieder innehaltend, um die atemberaubenden Ausblicke zu genießen. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir um 15:45 Uhr den Gipfel und wurden mit einem weiten Blick über die umliegenden Berge belohnt – ein Moment der Stille, den wir teilten.
Obwohl die Temperatur auf nur noch 6°C gefallen war, wärmte uns die Hütte am Gipfel schnell auf. Dort ließen wir es uns bei einer herzhaften Mahlzeit gutgehen: Eine Schüssel heiße Suppe und ein deftiger Schweinebraten, begleitet von einem wärmenden Tee, gaben uns neue Energie.
Nach dieser wohlverdienten Pause machten wir uns um 17:20 Uhr auf den Rückweg. Der Abstieg war fast so schön wie der Aufstieg, da die tiefstehende Sonne die Landschaft in ein goldenes Licht tauchte. Um 18:20 Uhr, nach einer Gesamttour von 8,5 Kilometern und 764 überwundenen Höhenmetern, erreichten wir unser Auto – erschöpft, aber glücklich.
Zurück in der Ferienwohnung gegen 19:00 Uhr, ließen wir den Tag entspannt ausklingen, frisch machten wir uns und richteten uns ein. Es war ein gelungener Auftakt für unseren Wanderurlaub, und wir freuten uns schon auf die kommenden Tage voller Abenteuer.
Die Ferienwohnung befand sich in Kleinarl und war einfach toll. Jeder hatte sein eigenes Reich (mein Zimmer verfügte sogar über deine Dusche mit Dampfbadfunktion) und für alle gab es ein großes Wohnzimmer mit viel Platz zum Frühstücken oder für Spiele. Buchbar ist die Wohnung unter https://www.mountainvista.at oder https://booking.com
Wir hatten das Appartement „Penkkopf“. Jeden Morgen war es zudem möglich sich über abends online bestellte Brötchen für das Frühstück zu freuen.
Tag 2 – Montag: Maria-Franz-Hütte
Heute, am zweiten Tag unseres Wanderurlaubs, begann der Morgen gemächlich. Um 8:00 Uhr standen wir auf und genossen ein ausgiebiges Frühstück, das uns für den bevorstehenden Tag stärken sollte. Gut gelaunt und voller Vorfreude starteten wir gegen 10:00 Uhr unsere Fahrt und erreichten nur 10 Minuten später den Parkplatz, wo unsere Wanderung begann.
Um 10:10 Uhr schnürten wir die Wanderschuhe fest und machten uns auf den Weg. Der Aufstieg führte uns über abwechslungsreiche Pfade, und die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Nach rund zwei Stunden Marsch, um 12:15 Uhr, erreichten wir die Maria-Franz-Hütte auf 1768 Metern Höhe. Die Hütte lag idyllisch inmitten der Bergwelt und bot uns eine traumhafte Kulisse – doch das Highlight erwartete uns erst noch.
Direkt neben der Hütte lag ein glasklarer Bergsee, der uns mit seinem türkisblauen Wasser förmlich einlud – trotz der knackigen 5°C! Wir konnten nicht widerstehen und wagten das erfrischende Bad. Das kalte Wasser riss uns endgültig aus jeglicher Müdigkeit und hinterließ ein herrlich belebendes Gefühl auf der Haut.
Frisch erholt und voller Energie machten wir uns gegen 15:00 Uhr an den Abstieg. Eine Stunde später, um 16:00 Uhr, erreichten wir einen zweiten Parkplatz in der Nähe einer Alm, die friedlich in der Abendsonne lag. Von dort aus traten wir schließlich die Heimfahrt an und kamen um 17:00 Uhr in unserer Ferienwohnung an, wo uns eine warme Dusche empfing.
Ursprünglich hatten wir geplant, den Abend im Jägerhof ausklingen zu lassen, doch leider stellte sich heraus, dass montags Ruhetag war. Nichtsdestotrotz fanden wir schnell eine Alternative und ließen uns im Café Olympia nieder. Das Abendessen war gut: Das Steak war super zubereitet – allerdings waren die Beilagen nicht so mein Ding. Den Abend ließen wir bei einer Folge 7 vs. Wild ausklingen.
Tag 3 – Dienstag: Klettersteig und Steinkar-Alm
Der dritte Tag unseres Wanderurlaubs begann früh. Um 7:30 Uhr standen wir gemeinsam auf, bereit für ein neues Abenteuer. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es gegen 11:00 Uhr los – heute stand der Klettersteig an, den wir als Team in Angriff nahmen. Gemeinsam meisterten wir die Herausforderung des Steigs der Schwierigkeit B/C, konzentriert und mit Freude an der Bewegung. Bereits um 12:00 Uhr hatten wir das Ziel erreicht, stolz auf unsere gemeinsame Leistung.
Nach dieser sportlichen Herausforderung machten wir uns auf den Weg, um kurz einkaufen zu gehen und unsere Sachen nach Hause zu bringen. Franzi und Matthias entschieden sich, den Nachmittag ruhig anzugehen, doch ich war noch nicht ganz fertig mit dem Tag und packte schnell um für eine Solowanderung.
Um 13:30 Uhr startete ich meine Wanderung zur Steinkaralm. Der Weg war friedlich und die Stille der Berge begleitete mich auf meinem Weg nach oben. Um 14:47 Uhr erreichte ich die Alm, schneller als die angegebene Zeit von 2,5 Stunden. Doch kaum oben angekommen, zog das Wetter um – Schneeregen setzte ein, und ich beschloss, rasch den Abstieg zu beginnen.
Um 15:00 Uhr machte ich mich auf den Rückweg und war bereits um 15:50 Uhr wieder zurück in unserer Unterkunft. Die Wanderung, inklusive Auf- und Abstieg, dauerte insgesamt nur 2 Stunden und 20 Minuten. Zufrieden, den Wetterumschwung gut überstanden zu haben, gesellte ich mich zu Franzi und Matthias, die bereits auf der Terrasse entspannten. Gemeinsam ließen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen und genossen die Ruhe nach den Abenteuern des Tages.
Klettersteig:
Wanderung zur Steinkaralm unterhalb vom Ennskraxn:
Tag 4 – Mittwoch: Gipfeltour zum Penkkopf
Unser vierter Tag begann gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück um 8:00 Uhr. Nach der Stärkung machten wir uns um 10:00 Uhr auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: dem Penkkopf. Der Pfad führte uns über die malerische Kurzeggalm, und mit jedem Schritt wurde die Aussicht beeindruckender. Der Aufstieg war herausfordernd, doch wir waren in bester Stimmung, während wir uns langsam dem Gipfel näherten.
Um 12:30 Uhr standen wir schließlich auf dem Gipfel des Penkkopf auf 2011 Metern Höhe. Die Aussicht war atemberaubend – ringsum lag die weite Bergwelt, und wir genossen die frische Luft und die Stille. Eine wohlverdiente Pause folgte, in der wir die Ruhe auf dem Gipfel auskosteten und uns für den Abstieg stärkten. Um 13:30 Uhr brachen wir wieder auf.
Bereits um 13:45 Uhr erreichten wir die Kleinarler Hütte auf 1758 Metern, wo wir eine längere Rast einlegten. Bei einer leckeren Mahlzeit und einem kühlen Bier ließen wir es uns gutgehen und erholten uns von den Anstrengungen des Aufstiegs. Gestärkt und entspannt machten wir uns um 15:00 Uhr auf den Rückweg ins Tal.
Um 15:55 Uhr kamen wir wieder am Auto an, zufrieden und erfüllt von den Erlebnissen des Tages. Zurück in der Ferienwohnung gönnten wir uns etwas Zeit, um uns frisch zu machen und kurz auszuruhen.
Am Abend führte uns unser Weg schließlich zum Jägerhof, wo wir um 18:30 Uhr ein köstliches Abendessen genossen. Der Tag fand einen perfekten Abschluss bei gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre. Anschließend ging es für mich früh ins Bett. Ich brauchte etwas Ruhe zum Recovern.
Tag 5 – Donnerstag:
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Regens. Der Himmel öffnete seine Schleusen, was uns die perfekte Gelegenheit bot, es etwas ruhiger anzugehen. Wir schliefen aus und genossen ein langes, entspanntes Frühstück, während draußen der Regen gegen die Fenster prasselte.
Am Nachmittag ließen wir uns von dem schlechten Wetter jedoch nicht aufhalten und machten uns auf den Weg zur Liechtensteinklamm, die wir trotz (oder gerade wegen) des Starkregens erkundeten. Die Wassermassen, die durch die enge Schlucht strömten, waren beeindruckend und gaben der Klamm eine besonders wilde und kraftvolle Atmosphäre.
Um 16:00 Uhr machten wir einen kurzen Zwischenstopp am Jägersee und gönnten uns im Jägerhof einen wärmenden Affogato, während wir den Regen von innen beobachteten. Danach fuhren wir zurück zur Unterkunft, wo uns ein gemütlicher Nachmittag mit Skat und dem Warten auf Jana und Paul erwartete, die wir schließlich abholten.
Um 18:30 Uhr ging es erneut in den Jägerhof, dieses Mal für ein gemütliches Abendessen. Der Tag klang mit einem Spieleabend aus, bei dem wir viel gelacht und den Regen draußen vergessen haben. Später ließen wir den Abend mit der dritten Folge von 7 vs. Wild ausklingen, die wir uns bis 1 Uhr nachts anschauten – der perfekte Abschluss für einen verregneten, aber dennoch schönen Tag.
Tag 6 – Freitag – Heimreise nach München
Heute haben wir erstmal lange ausgeschlafen, anschließen wurde zusammen gefrühstückt und gegen 12 Uhr haben wir uns auf die Heimreise gemacht. In München bin ich direkt zu Max gefahren, wo ich den Abend in geselliger Runde in seiner WG verbracht habe.