Von Kaunas führte die Reise weiter in Richtung des seenreichen Ostens Litauens. Nach einem Zwischenstopp in einem Kloster und dem Einkauf für die kommenden Tage ging es zum Aussichtsturm des Regionalparks Labanoras bei Mindūnai. Von oben eröffnete sich ein weiter Blick über die von Wäldern und Seen geprägte Landschaft.
Am Abend wurde schließlich das Holz-Haus am See erreicht – ein idealer Ausgangspunkt für die nächsten Tage in der Natur. Der erste Morgen begann entsprechend früh fürs Foto mit dem Blick auf den See. Nach Frühstück und Planung stand eine rund elf Kilometer lange Wanderung durch den Nationalpark auf dem Programm. Unterwegs gab es ein lokales Gericht ähnlich einem Gulasch im Bienenmuseum.
Der folgende Tag war bewusst als Ruhetag angelegt. Ausschlafen, Frühstück, Lesen und Entspannen gehörten ebenso dazu wie eine Ruderbootfahrt auf dem privatem See. Am Abend gab es ganz klassisch Kartoffeln mit Matjes.
Am nächsten Wandertag wurde erneut eine etwa elf Kilometer lange Strecke zurückgelegt, diesmal entlang der Šventoji und ihrer Oberläufe. Die Landschaft ist typisch für das östliche Litauen: dichte Wälder, Seen, kleine Flüsse und nur dünn besiedelte Bereiche. Ein Teil des Weges führte über ein kleines Seilboot – eine charmante, beinahe archaisch wirkende Art, einen Wasserlauf zu überqueren.
Leider fehlt der Anfang vom Track 🙁
Der Nationalpark Aukštaitija gehört zu den wichtigsten Naturräumen Litauens. Er wurde 1974 als erster Nationalpark des Landes gegründet. Charakteristisch sind die zahlreichen Seen, je nach Zählung über 100, ausgedehnten Wälder und kleinen Dörfer, in denen traditionelle Formen der Kulturlandschaft erhalten geblieben sind. Natur und menschliche Nutzung stehen hier eng nebeneinander.
Am folgenden Tag ging es nach Palūšė und auf den See Lūšiai. Mit dem Kanu wurden rund sechs Kilometer zurückgelegt. Anschließend folgten einige kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten: die hölzerne Kirche von Palūšė, ein Café in Ignalina, die historische Wassermühle von Ginučiai und schließlich der Ladakalnis.
Der Ladakalnis ist ein Aussichtshügel und zugleich ein Ort mit vorgeschichtlicher Bedeutung. Von seiner Anhöhe reicht der Blick über die typische Seenlandschaft Aukštaitijas. Die Kombination aus Wasser, Wald und sanften Hügeln vermittelt vielleicht am deutlichsten, warum der Nordosten Litauens häufig als eine der charakteristischsten Landschaften des Landes wahrgenommen wird.
Nach einigen ruhigen Tagen am See ging es schließlich weiter Richtung Vilnius. Unterwegs lag noch das Museum für Ethnokosmologie, bevor der Europos Parkas besucht wurde. Der Skulpturenpark verbindet Kunst und Landschaft und markiert symbolisch den geografischen Mittelpunkt Europas.
Anschließend ging es zur Burg Trakai. Die mittelalterliche Wasserburg liegt auf einer Insel im Galvė-See und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Litauens. Trakai war im Mittelalter ein wichtiges politisches Zentrum des Großfürstentums Litauen.
Am Abend wurde der Mietwagen problemlos am Flughafen in Vilnius abgegeben und wir sind mit dem Zug weiter ins Zentrum von Vilnius gefahren. Die Unterkunft lag direkt in der Altstadt.